Hier findest du die aktuellen Informationen der ver.di CFM Betriebsgruppe



Charité Facility Management

(212) 10.11.2017

CFM-Tarifverhandlung: Blockade bei besseren Arbeitsbedingungen droht 

Am gestrigen Donnerstag, dem 9. November 2017 wurden die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Charité Facility Management (CFM) fortgesetzt. Der Charité Aufsichtsrat hatte im Sommer 2017 einen „betrieblichen Grundlohn“ von 11 Euro pro Stunde festgelegt. Dieser sollte nach Aussagen des Aufsichtsratsvorsitzenden der Charité Michael Müller eine Zwischenlösung sein, bis die CFM im Jahr 2019 wieder zu 100 Prozent in öffentlicher Hand ist. Die CFM-Geschäftsführung hat nun zwar die Tarifierung eines betrieblichen Grundlohns von 11 Euro angeboten, verlangt aber, dass dieser für über drei Jahre festgeschrieben wird. Eine echte Zwischenlösung wäre damit auf Jahre nicht möglich. 

Hierzu erklärt der ver.di Verhandlungsführer Kalle Kunkel: „Dieser Schritt der CFM-Geschäftsführung war leider abzusehen. Der Aufsichtsrat hat darauf verzichtet, eine Laufzeit für die geplante Tarifierung zu beschließen. Dies wäre jedoch dringend notwendig gewesen, wenn die Rede von der Zwischenlösung, der weitere Schritte folgen sollen, ernst gemeint wäre. Nun geht das unwürdige Zeitspiel in die nächste Runde. Alle Verantwortlichen verspielen sich mit diesem Vorgehen jedes Vertrauen bei den Beschäftigten der CFM, die dringend auf eine Lohnerhöhung angewiesen sind. Jeder weitere Tag der ohne eine echte Lohnperspektive vergeht, führt die Beschäftigten nur weiter in die Altersarmut.“ 

Die CFM wurde 2006 zum Zweck der Tarifflucht als 51prozentige Tochter der Charité gegründet. In ihr sind alle Facility-Management-Bereiche der Charité zusammengefasst. Mit ca. 3.000 Beschäftigten ist die CFM eine der großen Betriebe im Verantwortungsbereich des Landes Berlin. Von diesen Beschäftigten haben 2.400 einen CFM-Vertrag und 600 sind von der Charité gestellt. 

Am 16. November 2017 wird erneut verhandelt, zu diesem Termin erwartet ver.di ein Angebot mit einer Laufzeit, die ermöglicht, dass mit dem Ausscheiden der privaten Investoren über einen umfänglichen Tarifvertrag verhandelt werden kann. 

Für Rückfragen: Kalle Kunkel, ver.di-Verhandlungsführer) Tel: 0160-25 25 906.


Charité und VSG


Streikkundgebung von CFM und VSG Beschäftigten -  ver.di fordert Entscheidung  zur Charité Facility Management (CFM) 

 

Am 12. Juli kommt der Aufsichtsrat der Charité zu einer Sondersitzung zusammen. Ein zentrales Thema ist die weitere Perspektive bei der CFM. Der Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende der Charité Michael Müller hatte in der Presse konkrete Schritte zur Angleichung der Löhne an den Tarifvertrag der Charité angekündigt. In den Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der CFM wurde jedoch bislang kein entsprechendes Angebot vorgelegt. „Die Geschäftsführung der CFM hat ver.di mit dem Hinweis auf den Aufsichtsratstermin 12. Juni vertröstet. Hier wird sich zeigen, ob den vielen Ankündigungen des Senats jetzt auch Taten folgen.“ erklärt ver.di Verhandlungsführer Kalle Kunkel. 

 

Die Aufsichtsratssitzung beginnt um 13:00 Uhr. ver.di ruft die CFM Beschäftigten für den 12. Juni zum Streik auf. Unterstützt werden die CFM Beschäftigten, von den Beschäftigten der Vivantes Tochter VSG. Auch sie befinden sich in Tarifauseinandersetzungen für eine Angleichung an den TVöD bei Vivantes und sind für diesen Tag ebenfalls zum Streik aufgerufen. 

 

Ab 12:30 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Sitz des Charité-Vorstandes am Charitéplatz 1, 10117 Berlin statt.   

 

Für Rückfragen: Kalle Kunkel T. 0160-252 59 06,  kalle.kunkel@verdi.de



Tarifentwicklung CFM


Tarifentwicklung bei der CFM: ver.di begrüßt Ankündigungen des Regierenden Bürgermeisters 

 

ver.di begrüßt die Ankündigungen des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller zur Tarifentwicklung bei der CFM. Müller hatte sich in einem Interview mit der Berliner Zeitung vom 6. Juni  2017 entsprechend geäußert. Er hatte sich im Interview zur Angleichung der Löhne bei der CFM an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bekannt. Zu den Kosten und dem zeitlichen Verlauf einer Tarifanpassung erklärte der Regierende Bürgermeister:  „Das ist eine Menge Geld. Es wird also dauern, auf dieses Niveau zu kommen.“ 

 

Hierzu sagte der Verhandlungsführer für die Gewerkschaft ver.di, Kalle Kunkel: „Dass sich der Regierende Bürgermeister zur Angleichung des Tarifniveaus bekennt, begrüßen wir sehr. Wenn das Ziel klar beschrieben ist, sind wir zuversichtlich, dass wir bei der zeitlichen Perspektive zu einer Übereinkunft kommen. Um hierzu in konstruktive Tarifverhandlungen einsteigen zu können, muss nun die Blockadehaltung der CFM-Geschäftsführung überwunden werden“. 

 

Die CFM hatte in der letzten Verhandlungsrunde abermals einen tariflichen Grundlohn von 10 Euro bis Ende 2018 angeboten. 

 

Für Rückfragen: Kalle Kunkel, ver.di-Verhandlungsführer, mobil: 0160 / 25 25 906; kalle.kunkel@verdi.de



 

CFM-Streik ab 17. Mai 2017


Die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der CFM ab Mittwoch, dem 17. Mai 2017 bis zum 21. Mai zum Streik auf. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen um bessere Bezahlung zwischen ver.di und der CFM.

„Während der Regierende Bürgermeister Michal Müller wiederholt öffentlich eine Integration der CFM in die Charité verspricht, tut sich am Verhandlungstisch seit fast einem Jahr gar nichts“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Kalle Kunkel. ver.di fordert die Angleichung der Löhne in der CFM an die Gehälter der Beschäftigten bei der Charité. Dies wurde auch im Koalitionsvertrag so vereinbart. „Auch nach vier Monaten rot-rot-grüber Koaltion merken die Beschäftigten von dieser Vereinbarung nichts. Scheinbar sind sie mal wieder die Leidtragenden, während sich die Politik nicht darüber einigen kann, wer für die Mehrkosten der Lohnerhöhung aufkommt“,  so Kunkel weiter.

 ver.di rechnet durch den Streik v.a. mit Beeinträchtigungen im Bereich des Krankentransports sowie der Stations- und OP-Versorgung.

Für Rückfragen:

Kalle Kunkel, ver.di-Verhandlungsführer, mobil: 0160 / 25 25 906; kalle.kunkel@verdi.de


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Information der ver.di Charité Betriebsgruppe
20170502 Streikinfo CFM - Was nicht tun
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Outsourcing im Krankenhaus schadet den PatientInnen 

 

ver.di nimmt die Veröffentlichung des Jahresberichts der Landesdatenschutzbeauftragten zum Anlass, Outsourcing in den Krankenhäusern grundsätzlich in Frage zu stellen. Die Landesdatenschutzbeauftragte hatte am Freitag veröffentlicht, dass nach ihrer Auffassung das Outsourcing der Patientendatenarchivierung unrechtmäßig sei, weil damit der Patientendatenschutz nicht mehr gewährleistet sei. Dies geschehe aber in Berliner Krankenhäusern.

„Wir wissen seit langem, dass Outsourcing z.B. in der Reinigung die Hygieneprobleme verstärkt. Jetzt wird deutlich, dass auch der Patientendatenschutz durch Outsourcing gefährdet wird. Hier werden eindeutig finanzielle Erwägungen über das Patientenwohl gestellt“ erklärt ver.di Landesleiterin Susanne Stumpenhusen.

ver.di fordert vor dem Hintergrund der jüngsten Veröffentlichungen nun ein konsequentes Umsteuern der Politik. „Nicht nur aus Beschäftigtenperspektive sondern auch aus Sicht der PatientInnen muss Outsourcing endlich zurück gefahren werden. ver.di steht für eine tarifliche Gestaltung dieses Prozesses jederzeit zur Verfügung.“ erklärt Stumpenhusen abschließend. 

Für Rückfragen: Kalle Kunkel kalle.kunkel@verdi.de   T.:0160-2525906

12.04.2017


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Datenschutz und Outsourcing an der Charité
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Krankenhausservicetöchter CFM und VSG


Gemeinsamer Streik von CFM und VSG  

 

Am heutigen Montag, dem 20. März 2017 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Belegschaften der beiden Krankenhausservicetöchter Charité Facility Management (CFM) und Vivantes Service GmbH (VSG) zu einem Streik aufgerufen. Die Streikenden treffen sich gemeinsam am Charité-Standort Mitte. Ab 13:30 Uhr findet eine Kundgebung vor der Aufsichtsratssitzung am Charitéplatz 1 statt. 

 

Ein Anlass ist die am 20.3. stattfindende Aufsichtsratssitzung der Charité. In dieser Sitzung wird unter anderem über die Zukunft der CFM beraten. „Nach den Ankündigungen der letzten Wochen erwarten die Beschäftigten von dieser Sitzung endlich eine Weichenstellung, die ein Ende des Lohndumpings an der Charité mit sich bringt“, erklärt der ver.di-Verhandlungsführer für die CFM, Kalle Kunkel. 

 

Für Rückfragen:
Kalle Kunkel, ver.di-Gewerkschaftssekretär für die CFM, mobil: 0160 / 25 25 906 und Janine Balder, ver.di-Gewerkschaftssekretärin für die VSG, mobil: 0151 / 12 15 83 62.


 

Charité Facility Management

14.03.2017

Rückkauf der CFM durch das Land Berlin und Tarifverträge in den Krankenhaustöchtern 

 

ver.di begrüßt, dass die im Koalitionsvertrag des rot-rot-grünen Senats angekündigte Beendigung der öffentlich-privaten Partnerschaft bei der CFM nun umgesetzt werden soll (Tagesspiegel vom 11.03.2017). Auch die Ankündigungen von Entgeltsteigerungen begrüßt ver.di. 

Im Koalitionsvertrag wird als Ziel die „Angleichung an den TVöD“ in den Tochtergesellschaften formuliert. Den Koalitionären lagen auch schon damals Kostenrechnungen von allen Beteiligten vor, was eine solche Angleichung kosten würde. Auch in ersten Gesprächen zum Thema CFM mit der zuständigen Senatsverwaltung wurde dieses Ziel bekräftigt und als Modell hierfür z.B. die Tarifeinigung am Botanischen Garten genannt. Hier wurde ein Stufenplan zur Angleichung der monatlichen Gehälter an den Tarifvertrag der Freien Universität (TV-L) vereinbart. 

Die schon länger in der Öffentlichkeit verbreiteten Zahlen zu den vermeintlichen Kostensteigerungen durch die Angleichung an den TVöD stammen nach ver.di-Informationen von den Geschäftsführungen der Mutterfirmen oder sogar direkt von den Tochterunternehmen selbst. Diese haben ein Interesse daran, die Kostensteigerungen durch die geplanten Maßnahmen möglichst hoch zu rechnen. ver.di fordert deshalb die Politik auf, in den nun anstehenden Planungen und Entscheidungsfindungen alle Beteiligten einzubeziehen. Insbesondere hält ver.di es für unerlässlich, die potentiellen Kosten von unabhängigen Gutachtern prüfen zu lassen und diesen die dafür notwendigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Für ver.di bleibt weiterhin unverständlich, warum an der Form von ausgegliederten Gesellschaften festgehalten wird. Ausgründungen in Krankenhäusern – auch in Form von 100%-Töchtern- bringen zahlreiche arbeitsorganisatorische aber auch sozial– arbeits- und datenschutzrechtliche Probleme mit sich. Es kann nicht sein, dass das Abgeordnetenhaus über die Hygieneprobleme in den Krankenhäusern diskutiert und die Studien zum Zusammenhang von Outsourcing und Hygienemängeln nicht zur Kenntnis nimmt (https://www.boeckler.de/66264_66271.htm). Auch betriebswirtschaftlich stellt sich die Frage, welchen Sinn Ausgründungen noch haben, wenn die Tarife an die Gehälter in den Mütterhäusern angeglichen sind.

In diesem Sinne fordert ver.di den Senat auf, eine ehrliche und ergebnisoffene Debatte über die Beendigung von Outsourcing zu führen. Dies sowohl im Sinne der Beschäftigten als auch im Sinne der Patienten. 

Für Rückfragen:
Zu Charité/CFM: Kalle Kunkel kalle.kunkel@verdi.de 0160-2525906;
zu Vivantes/VSG: Janine Balder janine.balder@verdi.de 0151-12158362


Charité Facilitiy Management (CFM)

(48) 06.03.2017

Charité: Mitbestimmung wird weiter verhindert

 

CFM treibt gerichtliche Auseinandersetzung weiter 

Anfang des Jahres wurde die Charité Facilitiy Management (CFM) vom Landgericht Berlin dazu verurteilt, einen Aufsichtsrat nach dem Mitbestimmungsgesetz zu bilden. Doch die Unternehmensleitung folgt diesem Urteil nicht und will dagegen Beschwerde einlegen. Dies ist nach ver.di-Angaben juristisch sinnlos ist, da die Zahl der CFM-Stammbeschäftigten bereits deutlich über der Mindestgrenze von 2.000 liegt. Dazu müssten noch die von der Charité gestellten Beschäftigten gezählt werden.  

Die CFM gehört zu 51 Prozent der Charité und damit dem Land Berlin. „Viel ist im neuen Senat von Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie von der Mitbestimmung die Rede. Hier verstößt ein Unternehmen in Landesverantwortung fortwährend gegen gesetzlich vorgeschriebene Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten. Die Charité als Landeseinrichtung muss diesem unwürdigen Schauspiel sofort ein Ende setzen“, sagt Susanne Stumpenhusen, ver.di-Landesbezirksleiterin.  

Das Gesetz schreibt bei Unternehmen mit über 2.000 Beschäftigten vor, dass die Hälfte der Aufsichtsratsmandate durch Beschäftigtenvertreter besetzt wird. Die CFM weigert sich, sich an das Gesetz zu halten. In dem Verfahren, das vom Landgericht Anfang des Jahres entschieden wurde, hatte die CFM bestritten, dass Beschäftigte, die von der Charité an die CFM dauerhaft verliehen werden (die sog. Gestellten), bei der Anzahl der Beschäftigten mitzuzählen sind. Das Gericht hatte entschieden, dass diese Beschäftigten mitzuzählen sind und damit der Klage von ver.di und CFM-Betriebsrat stattgegeben. Die CFM hat weit über 2.000 Stammbeschäftigte. Unabhängig davon, ob die Gestellten bei der Wahl mitgezählt werden müssen, muss der Aufsichtsrat also nach dem Mitbestimmungsgesetz gewählt werden.  

 

Für Rückfragen: Kalle Kunkel, ver.di-Verhandlungsführer, mobil: 0160 / 25 25 906; kalle.kunkel@verdi.de


Vivantes und Charité Servicegesellschaften

(45) 01.03.2017


Warnstreik bei Vivantes- und Charité- Servicegesellschaften am 01. März 2017 

 

Für den morgigen Mittwoch, den 1. März 2017 hat ver.di die Beschäftigten der Vivantes Service GmbH und der Charité Facility Management (CFM) zu einem gemeinsamen Warnstreik aufgerufen. Beide sind Servicegesellschaften der beiden größten kommunalen Arbeitgeber und Krankenhäuser Berlins, in denen allerdings die Beschäftigten nicht wie in den entsprechenden Mutterhäusern nach Tarif bezahlt werden. In beiden Unternehmen laufen derzeit Tarifverhandlungen, die zum Ziel haben, jeweils einen Tarifvertrag abzuschließen. 

 

„Wir haben gleiche Forderungen und einen gemeinsamen Adressaten, nämlich die politisch Verantwortlichen in dieser Stadt“ sagt der zuständige Gewerkschaftssekretär für die Charitè/CFM Kalle Kunkel. Im aktuellen Berliner Koalitionsvertrag steht, dass Tochterunternehmen von landeseigenen Unternehmen in eine Tarifbindung mit Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst gebracht werden sollen. Das ist es auch das Ziel von ver.di, worum, wie im Fall der VSG, seit einem Jahr gerungen wird. Nachdem der Arbeitgeber kurz vor Weihnachten 2016 die Tarifverhandlungen seinerseits ergebnislos beendet hat, hielt ver.di an einer tarifvertraglichen Lösung fest und hat den Arbeitgeber erneut zu Tarifverhandlungen aufgefordert. Die Geschäftsführung möchte im Dialog mit ver.di bleiben, allerdings über ihr Angebot verhandeln und nicht über die Forderung von ver.di. 

 

Am 1. März 2017 findet eine Klausurtagung des Aussichtsrats der Vivantes GmbH zum Thema "Vivantes 2020" statt. Aus diesem Anlass wollen die Beschäftigten die Aufsichtsräte direkt an das Koalitionspapier erinnern, und die Umsetzung konkreter Ergebnisse einzufordern.  

 

Für Rückfragen:
Kalle Kunkel, ver.di-Gewerkschaftssekretär für die CFM, mobil: 0160 / 25 25 906 und Janine Balder, ver.di-Gewerkschaftssekretärin für die VSG, mobil: 0151 / 12 15 83 62

 


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Das Recht keinen Streikbruch zu begehen
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Warnstreik bei der Charité Facility Management

(12) 25.01.2017

Warnstreik bei der Charité Facility Management – Geschäftsführung ignoriert Koalitionsvertrag 

In ihrem Koalitionsvertrag hat die rot-rot-grüne Regierungskoalition angekündigt, sich dafür einzusetzen „dass auch für Landesunternehmen und ihre Tochterunternehmen, die bisher noch nicht tarifgebunden sind, zügig mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung und der Angleichung an den TVÖD Tarifverträge abgeschlossen werden.“ Die Geschäftsleitung der CFM und die Charité ignorieren diese politische Willensbekundung bislang. In den Tarifverhandlungen mit der CFM am 23. Januar 2017 erklärte die Geschäftsführung, sie würde von Ihrem Mutterunternehmen der Charité keine Spielräume für eine Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) bekommen. Wegen dieser Blockadehaltung streiken die Beschäftigten der CFM am heutigen Mittwoch, dem 25. Januar 2017 vor der Aufsichtsratssitzung der Charité. Der Streik ist auch ein Signal an den Regierenden Bürgermeister Michael Müller, in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Charité die Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag auch erst zu nehmen. 

„Bisher ist der vermeintliche Politikwechsel in Berlin an der CFM noch nicht angekommen“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Kalle Kunkel. „Die Beschäftigten an der CFM können nicht mehr warten. Sie brauchen endlich Löhne, die zum Leben reichen“, so Kunkel weiter. 

Die Streikkundgebung findet am 25. Januar 2017 um 11.30 Uhr vor dem Charité-Vorstandsgebäude auf dem Campus Mitte (Charitéplatz 1) statt. 

Für Rückfragen: Kalle Kunkel, ver.di-Verhandlungsführer, mobil: 0160 / 25 25 906; kalle.kunkel@verdi.de


10.01.2017

Juristische Niederlage für Charité Facility Management (CFM) in Auseinandersetzung um Aufsichtsrat – Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten juristisch durchgesetzt 

Die CFM hat in der Auseinandersetzung um die Beschäftigtenrechte bei der Bildung des Aufsichtsrats für das Unternehmen eine klare juristische Niederlage erlitten. Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass die Beschäftigten und die Gewerkschaften im Aufsichtsrat der CFM ein größeres Gewicht bekommen müssen, als von der Geschäftsführung gewollt. Der Aufsichtsrat muss mit dem Urteil des Gerichts nach dem „Mitbestimmungsgesetz“ gebildet werden und nicht nach dem „Drittelbeteiligungsgesetz“. Das Mitbestimmungsgesetz wird auf Unternehmen angewendet, die mehr als 2.000 Beschäftigte haben. Es sieht vor, dass die Hälfte der Aufsichtsratsmandate von Belegschaftsvertreter/inne/n besetzt wird und die Gewerkschaften zwingend vertreten sein müssen.  

Die CFM hatte die Schwelle von über 2.000 Beschäftigten bestritten, weil sie die ca. 600 Beschäftigten, die dauerhaft von der Charité an die CFM verliehen worden sind, nicht mitgezählt hat. Das Landgericht Berlin hat diese Auffassung nun ohne mündliche Verhandlung zurückgewiesen und der CFM auferlegt, die Belegschaft sowie die Gewerkschaften - wie gesetzlich vorgesehen - am Aufsichtsrat zu beteiligen.  

Inzwischen hat die CFM jedoch ohnehin mehr als 2.000 Beschäftigte, die über einen CFM-Vertrag verfügen. Der Aufsichtsrat hätte also auch unabhängig von der Einbeziehung der Beschäftigten mit Charité-Vertrag nach Mitbestimmungsgesetz gewählt werden müssen. 

„Die CFM hat sich mal wieder als die Bad Bank im Verantwortungsbereich des Landes Berlin erwiesen. Obwohl ihrer ohnehin schon schwachen Argumentation bereits die Grundlage entzogen war, hat die CFM es unbedingt auf ein Urteil angelegt. Es scheint hier nur noch um das Signal gegangen zu sein, dass man Gewerkschaft- und Belegschaftsrechte nicht kampflos gewährt. Das Geld, das mit diesem Verfahren verpulvert wurde, wäre besser in Lohnerhöhungen für die Beschäftigten angelegt gewesen“, erklärt der zuständige Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel. „Wir werden jetzt zügig auf die Einleitung von Aufsichtsratswahlen drängen und dann die Beteiligungsrechte im Gremium nutzen, um die Interessen der Belegschaft in der CFM mehr zur Geltung zu bringen“, so Kalle Kunkel.  

Für Rückfragen: Kalle Kunkel, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär, mobil: 0160 / 25 25 906.



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GegenGift Nov 2016.pdf
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Charité subcutan Gegengift
GG-Sub Nov 2016.pdf
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P R E S S E I N F O R M A T I O N

 

CFM

(143) 29.11.2016

CFM-Beschäftigte fordern Tarifvertrag 

Anlässlich der Schlüsselübergabe für das Bettenhaus der Charité demonstrierten 180 Beschäftigte der CFM für bessere Löhne durch Tarifvertrag. Sie erinnerten den anwesenden Regierenden Bürgermeister an die Ankündigung aus dem Koalitionsvertrag für die neue Senatskoalition. SPD, LINKE und B´90/DIE GRÜNEN kündigen im Koalitionsvertrag an: die Koalition setzt sich „dafür ein, dass auch für Landesunternehmen und ihre Tochterunternehmen, die bisher noch nicht tarifgebunden sind, zügig mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung und der Angleichung an den TVÖD Tarifverträge abgeschlossen werden.“

„Wir werden die Koalition an der Umsetzung dieser Ankündigung messen. Das 100-Tageprogramm der Koalition muss konkrete Schritte zur Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst beinhalten. Die Charité muss dafür in ihrem Wirtschaftsplan 2017 finanzielle Mittel einplanen. Das wird ein erster Lackmustest dafür, wie ernst es die Koalition mit der Umsetzung ihrer Ankündigungen nimmt“, erklärt ver.di-Verhandlungsführer Kalle Kunkel. 

Für Rückfragen:
Kalle Kunkel, ver.di-Gewerkschaftssekretär, Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienstleistungen, Wohlfahrt und Kirchen, Tel.: 030 - 8866 5258, mobil: 0160 / 252 59 06, Mail: kalle.kunkel@verdi.de


P R E S S E I N F O R M A T I O N

Charité-Schlüsselübergabe

(142) 28.11.2016

Streikkundgebung zur Schlüsselübergabe des Charité-Bettenhochhauses 

Anlässlich der Schlüsselübergabe für das sanierte Charité-Bettenhochhaus in Berlin-Mitte am morgigen Dienstag, dem 29. November 2016 machen die Beschäftigten der Charité Facility Management (CFM) auf eine weitere große Baustelle an der Charité aufmerksam. Seit über 10 Jahren arbeiten bei der CFM über 2.000 Beschäftigte im Verantwortungsbereich des Landes Berlin ohne Tarifvertrag. In den Verhandlungen zu einem Tarifvertrag zwischen CFM und ver.di hat die Geschäftsführung bisher lediglich kosmetische Verbesserungen angeboten. 

Im Koalitionsvertrag der zukünftigen Senatskoalition heißt es: die Koalition setze sich „dafür ein, dass auch für Landesunternehmen und ihre Tochterunternehmen, die bisher noch nicht tarifgebunden sind, zügig mit dem Ziel der Beschäftigungssicherung und der Angleichung an den TVÖD Tarifverträge abgeschlossen werden.“  

„Die Beschäftigten erwarten, dass den Worten jetzt Taten folgen. Eine Angleichung an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) ist das Ziel. Die Politik muss jetzt als Eigentümer der Charité Ihrem Einfluss geltend machen. Als Zuständiger für Wissenschaft ist der regierende Bürgermeister Michael Müller hier direkt in der Pflicht“, erklärt ver.di- Verhandlungsführer Kalle Kunkel. 

Um sich bei den politisch Verantwortlichen in Erinnerung zu rufen, veranstaltet ver.di eine Streik-Kundgebung anlässlich der Schlüsselübergabe für das Charité-Bettenhochhaus am Dienstag, dem 29. November 2016 um 11:00 Uhr. 

Für Rückfragen:
Kalle Kunkel, ver.di-Gewerkschaftssekretär, Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienstleistungen, Wohlfahrt und Kirchen, Tel.: 030 - 8866 5258, mobil: 0160 / 252 59 06, Mail: kalle.kunkel@verdi.de


P R E S S E I N F O R M A T I O N

Charité Facility Management

(126) 25.10.2016 Warnstreiks bei der Charité Facility Management am 20. und 21. Oktober 2016: ver.di kritisiert schweren Verstoß gegen Arbeitszeitgesetz  

Bereits am Freitag, dem 21. Oktober hatte ver.di massive Streikbruchtätigkeiten durch angebliche Werkvertragsnehmer während deines Warnstreiks bei der Charité Facility Management (CFM) öffentlich gemacht. ver.di geht von verdeckter Leiharbeit aus. Nun liegen ver.di Arbeitszeitnachweise eines Leiharbeiters in der Logistik vor, nach denen dieser am Donnerstag, 20. Oktober von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr (bei einer Stunde Pause) gearbeitet hat. Am Freitag hat laut dieses Nachweises derselbe Beschäftigte um 6:00 Uhr morgens wieder die Arbeit aufgenommen. Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) schreibt eine tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden vor, die in Ausnahmefällen auf maximal 10 Stunden verlängert werden kann. Darüber hinaus schreibt das ArbZG eine Ruhezeit von mind. 11 Stunden vor. Der betroffene Beschäftigte wurde damit fünf Stunden länger beschäftigt als gesetzlich zulässig. Die vorgeschriebene Ruhezeit wurde um drei Stunden unterschritten. 

Für ver.di bestätigt dieser Fall Berichte von CFM-Beschäftigten über ähnliche Vorfälle aus anderen Bereichen, für die ver.di aber noch keine dokumentierten Beweise vorliegen. „Wir gehen aber auf Grund der uns vorliegenden Berichte von einer hohen Dunkelziffer aus“, erklärt ver.di Verhandlungsführer Kalle Kunkel. „In einem sensiblen Betrieb wie dem Krankenhaus Beschäftigte derart übermüdet arbeiten zu lassen, ist hochgradig unverantwortlich, sowohl den Patienten und Patientinnen als auch den Beschäftigten gegenüber“, so Kunkel weiter. 

ver.di hat den Fall beim zuständigen Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi) angezeigt. 

Für Rückfragen: Kalle Kunkel, ver.di Verhandlungsführer, mobil: 0160 / 25 25 906.

http://bb.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++45948d88-9a97-11e6-8a43-525400a933ef


P R E S S E I N F O R M A T I O N

 

Systematischer Streikbruch durch Charité Facility Management an zweitem Warnstreiktag – ver.di geht von Einsatz von Scheinwerkverträgen aus

Am heutigen Freitag, dem 21.Oktober 2016 ruft die Gewerkschaft ver.di zu einem zweiten ganztägigen Warnstreik bei der Charité Facility Management auf. ver.di muss dabei feststellen, dass es durch die CFM systematisch zu Streikbruchmaßnahmen kommt. ver.di geht dabei vom Einsatz von Scheinwerkvertragskonstruktionen aus.

 

Bereits seit einigen Monaten wurden durch die CFM systematisch Leiharbeitskräfte als Werkvertragsnehmer umetikettiert. Dies führt dazu, dass z.T. dieselben Personen auf denselben Arbeitsplätzen von einem Tag auf den anderen von der CFM nicht mehr als Leiharbeiter, sondern als Werkvertragsnehmer geführt werden. Anlass für dieses Vorgehen ist nach Ansicht von ver.di, dass die meisten Leiharbeitsfirmen an einen Tarifvertrag mit der DGB-Tarifgemeinschaft gebunden sind, der den Einsatz von Leiharbeitern in bestreikten Betrieben untersagt.

 

 

Insbesondere Leiharbeiter der Firmen Promedis 24 und Allzeit Personal firmieren nun formal als Werkvertragsnehmer. Darüber hinaus wird der Transport von Medizinprodukten beinahe vollständig an die Logistikfirma GO-Logistik vergeben. Ebenso wurden mehrere LKW-Touren an die Firmen Ecotrans und Messenger vergeben. Nach ver.di-Recherchen wurde von der Geschäftsführerin von Allzeit-Personal am 5. August 2016 kurz nach Beginn der Tarifverhandlungen von ver.di und CFM ein zusätzliches Unternehmen gegründet (RC Berlin Personalservice). Über dieses Unternehmen werden nun z.T. ehemalige Allzeit-Leiharbeiter als Werkvertragsnehmer der CFM v.a. in den gut bei ver.di organisierten Bereichen, zur Verfügung gestellt.

 

 

Die nun als Werkvertragsnehmer eingesetzten Beschäftigten trauen sich z.T. nicht, gegenüber ihren CFM-Kolleg/inn/en oder dem Betriebsrat ihren vollen Namen zu sagen. Es liegt hier der Verdacht nahe, dass die Umetikettierung von Leiharbeitern zu Werkvertragsnehmern mit dem Ziel betrieben wurde, Streikbruch zu organisieren. Dafür wurde scheinbar ein extra Unternehmen gegründet. „Das sind Praktiken, die man eher aus zwielichtigen Kreisen kennt. Sie verbieten sich bei einem Unternehmen in öffentlicher Verantwortung“, erklärt ver.di Gewerkschaftssekretär Kalle Kunkel. Der Charité als Rechtsaufsicht über die CFM sind diese Zustände bekannt. Trotzdem kommen die vermeintlichen Werkverträge auch am heutigen zweiten Streiktag in großem Maßstab zum Einsatz.

 

 

 

Für Rückfragen:

 

Kalle Kunkel, ver.di Verhandlungsführer, mobil: 0160 / 25 25 906.

 


Gesundheitswesen

ver.di Warnstreik - Charité Facility Management

(123) 20.10.2016

ver.di Warnstreik an der Charité Facility Management (CFM)  

Am heutigen Donnerstag, dem 20. Oktober 2016 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Beschäftigten der Charité Facility Management (CFM) zum Warnstreik aufgerufen. Ziel des Warnstreiks ist es, in den Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der CFM die Geschäftsführung zur Vorlage eines verhandlungsfähigen Angebots zu bewegen. ver.di fordert für die 2200 Beschäftigten Lohnsteigerungen und sichere Arbeitsverhältnisse durch die Anwendung des Tarifvertrages der Charité auch auf das Tochterunternehmen. Der nächste Verhandlungstermin ist für den 3. November 2016 angesetzt. 

Auf Grund des heutigen Streiks kam zu z.T. erheblichen Einschränkungen in der Sterilgutaufbereitung, der Reinigung und Desinfektion sowie in der Logistik. 

Bisher hat die Geschäftsführung lediglich ein Angebot vorgelegt, das die bestehenden Löhne zementieren würde. Das Angebot würde zusätzlich Verschlechterungen bei der Arbeitszeitgestaltung und den Mitspracherechten des Betriebsrats mit sich bringen. Viele Beschäftigte an der CFM beziehen ergänzende Sozialleistungen oder müssen neben ihrer Vollzeitstelle einem Zweitjob nachgehen. 

„Wir wollen Löhne, von denen die Beschäftigten leben können. Deshalb kämpfen wir für einen Tarifvertrag. Mit dem Streik signalisieren die Beschäftigten vor den nächsten Verhandlungen mit der CFM-Geschäftsführung, dass sie bereit sind, für bessere Löhne zu kämpfen. Wir senden damit auch ein Signal in die laufenden Koalitionsverhandlungen, dass die Hungerlöhne an der CFM eine Großbaustelle an der Charité darstellen, an deren Lösung sich auch die Politik beteiligen muss. Den Aussagen vor dem Wahlkampf über Outsourcing als politischen Irrweg müssen jetzt auch Taten folgen“, erklärt ver.di Verhandlungsführer Kalle Kunkel. 

Für Rückfragen: Kalle Kunkel, ver.di Verhandlungsführer, mobil: 0160 / 25 25 906.


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ver.di Charité Information zu den Personalratswahlen 2016
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Charité Facility Management

(100) 14.09.2016

 

CFM will Verschlechterung per Tarifvertrag durchsetzen 

In den Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Geschäftsführung der Charité Facility Management (CFM) zeichnet sich keine Lösung ab. In den Verhandlungen am 9. September 2016 hat die CFM-Geschäftsführung ihre Vorstellungen vorgelegt, die – sollten sie umgesetzt werden - zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen der CFM-Beschäftigten führen würden. 

Die Arbeitgeberseite hat für das aktuelle Jahr keinerlei Lohnerhöhungen angeboten. Für die Jahre 2017 und 2018 sollen im Wesentlichen die Lohnerhöhungen aus den allgemeinverbindlichen Tarifverträgen nachvollzogen werden. 

Darüber hinaus fordert die CFM-Geschäftsführung zahlreiche Verschlechterungen u.a. bei der Arbeitszeit. So soll die bislang garantierte wöchentliche Arbeitszeit durch die Einführung eines flexiblen Arbeitszeitmodells abgelöst werden, das es der CFM erlaubt, die Beschäftigten ohne Zustimmung des Betriebsrats Überstunden arbeiten zu lassen oder Minusstunden zu planen. Die Reduzierung oder Ausweitung der Arbeitszeit soll mit einer sehr kurzen Ankündigungszeit zwischen einem und drei Tagen möglich sein. Sachgrundlose Befristungen sollen von bisher gesetzlich zwei Jahren auf bis zu vier Jahre ausgeweitet werden.  Die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats sollen insbesondre bei der Dienstplangestaltung reduziert werden. 

„Statt etwas gegen die Niedriglöhne an der Charité zu tun, fordert die CFM hier den völlig verfügbaren Mitarbeiter. Mit ihrem Verhandlungsangebot würde die Arbeit der Beschäftigten noch prekärer und das Leben noch weniger planbar. Der Betriebsrat wäre wesentlicher Rechte beraubt. Dieses Angebot ist eine Provokation und ein Skandal im Verantwortungsbereich des Landes Berlin“, erklärt der ver.di-Verhandlungsführer Kalle Kunkel. 

ver.di lädt die CFM-Beschäftigten für die kommende Woche zu offenen ver.di- Mitgliederversammlungen ein, um die Antwort auf dieses Angebot zu beraten. Für den 16. September 2016 organisiert ver.di eine Protestaktion anlässlich der Schlüsselübergabe des Charité-Bettenhauses am Campus Mitte. 

An der Charité werden die krankenhausbezogenen Dienstleistungen wie z.B. Reinigung, Logistik oder Speiseversorgung durch die nicht tarifgebundene Tochter Charité Facility Management (CFM) erbracht. Die CFM gehört zu 51 Prozent der Charité. Das Unternehmen hat rund 2.200 Stammbeschäftigte.  

Für Rückfragen:
Kalle Kunkel, ver.di-Gewerkschaftssekretär, Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienstleistungen, Wohlfahrt und Kirchen, Tel.: 030 - 8866 5258, Mobil: 0160 / 252 59 06, Mail: kalle.kunkel@verdi.de

 




Outsourcing 2.0 an der Charité

 

 

 
ver.di kritisiert Aufgabenverlagerung von Charité Facility Management  auf Drittanbieter

An der Charité werden die krankenhausbezogenen Dienstleistungen wie z. B. Reinigung, Logistik, Speiseversorgung durch die nicht tarifgebundene Tochter Charité Facility Management (CFM) erbracht. Die CFM gehört zu 51% der Charité. In den letzten zwei Monaten berichten die Beschäftigten in der Logistik der CFM zunehmend von Aufgabenverlagerung von der CFM an dritte private Dienstleister. Seit diesem Zeitraum wurden mehrere Touren des campusübergreifenden Transports von externen Dienstleistern erbracht, obwohl eigenes Personal dafür zur Verfügung steht. Ebenso wurden im Bereich der Botendienste externe Dienstleister eingesetzt, die zum Teil Aufgaben der Stammbeschäftigten übernommen und zum Teil diese lediglich begleitet haben, um deren Tätigkeiten kennen zu lernen.

Im Bereich der Botendienste sind die externen Firmen inzwischen nicht mehr aktiv. Beim campusübergreifenden Transport hält das Outsourcing an. Die externen Dienstleister tragen dabei häufig die Dienstkleidung der CFM und haben Ausweise der CFM. Sowohl für Beschäftigte der CFM als auch für die Charité-Beschäftigten ist damit nicht erkennbar, in welcher Firma die Beschäftigten angestellt sind, denen sie zum Teil wertvolle und sensible medizinische Präparate übergeben.

Der Betriebsrat wurde erst auf Nachfrage über diesen Schritt informiert. Welche zusätzlichen Kosten durch diese Maßnahme entstehen, ist bislang unklar. Der Betriebsrat hat in diesem Zusammenhang juristische Schritte eingeleitet, weil die betriebliche Mitbestimmung übergangen wurde.

„Für ver.di liegt die Vermutung nahe, dass die Maßnahmen in direktem Zusammenhang stehen mit den aktuellen Tarifverhandlungen zwischen ver.di und der CFM. In den Verhandlungen hatte die Geschäftsführung der CFM wiederholt damit gedroht, dass Dienstleistungen aus der CFM verlagert werden, wenn dort hohe Lohnabschlüsse durchgesetzt würden. Im Bereich Logistik sind viele KollegInnen bei ver.di organisiert.“ erklärt der ver.di Verhandlungsführer Kalle Kunkel.

„An dieser Stelle geht es auch um die Glaubwürdigkeit der Politik. Während im Wahlkampf viel von guter Arbeit und einem Ende des Outsourcings im öffentlichen Dienst die Rede ist, werden hier im Verantwortungsbereich des Landes Berlin Beschäftigte mit Outsourcing bedroht, weil sie sich für einen Lohn einsetzen, der sie nicht zum Aufstocken durch das Jobcenter zwingt.“ erklärt Kunkel abschließend.

 

https://gesundheit-soziales-bb.verdi.de/themen/nachrichten/++co++78a0b372-65f5-11e6-83ab-52540066e5a9

 


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Information des gewerkschaftlichen Aktionsausschuss — KEINE PREKÄRE ARBEIT UND TARIFFREIE BEREICHE im Verantwortungsbereich des Landes Berlin
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Verschiedene Formen prekärer Arbeit
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Gegengift zu aktuellen Themen aus dem Bereich Logistik
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